Was bringt mir Ute Albrecht?
Bewerbungsmagazin
Inhaltsverzeichnis
Türöffner zum Vorstellungsgespräch
Harte Personalerfragen
Downloads
Gästebuch
Mobbingberatung
Unterlagencheck
Klientenfeedback
Suchen
 
 

     

PBB 2017 vs. Sarah Knappik - das Mobbingopfer der Nation?

Manche schauen Promi Big Brother, um mehr oder weniger Prominenten bei ihren Dramen, Peinlichkeiten und Boshaftigkeiten zuzuschauen. Es ist ja auch nice, sich danach selbstgefällig im Sessel zurückzulehnen und sich so sagen, niemals so asozial zu sein wie diese Schrott-Promis. Manche schauen PBB aber auch, um gruppendynamische Prozesse zu analysieren. Wer wird gewinnen? Wer wird zum Mobbingopfer? Welchen Anteil hat das Setting daran? Als ich von Sarah Knappiks Teilnahme an PBB erfuhr und mir die Medienberichterstattung inklusive Kommentare im Vorfeld durchlas, dachte ich mir schon, welche Rolle sie im Haus haben wird: Die des Mobbingopfers der Nation, das selbst Schuld daran ist, weil sie ja angeblich eine unerträgliche „Psycho-Alte“ sei, die ihre Show abziehe und sich auf Kosten der anderen Bewohner profiliere. Somit hat sie schon verloren, bevor sie den Fuß ins Haus gesetzt hat. Dafür erhält sie ihre Gage und diese fungiert als Schmerzensgeld. Ich sollte Recht behalten haben.

Aggressionshemmung schützt nicht vor Mobbing und macht krank

Aus Angst vor Mobbing unterdrückte Sarah Knappik Wut und Aggressionen, sie verbat sich auch, sich selbst zu behaupten. Sie lachte ihre Aggressionen weg, lächelte auch viel und überspannte den Bogen, indem sie pausenlos den Clown spielte, wobei die meisten dieser Zusammenschnitte nicht ausgestrahlt wurden. Als Zuschauer konnte man es nur den Aussagen ihrer Mitbewohner entnehmen. Sicher goutieren sie das zunächst, doch irgendwann nervt es sie. Den Zuschauern im TV wurde vorenthalten, dass die Knappik endgeil rappen kann und Improvisionstheater drauf hat, wobei sie ihre Mitbewohner einbezog, sodass man ihr auch nicht vorwerfen kann, dass nur sie im Mittelpunkt stehen wolle. Das wurde von den PBB-Machern als „Bonus-Videos“ auf der Website der Sendung versteckt. Die Heulvideos wurden jedoch dem Publikum auf dem Silbertablett serviert. Die Botschaft war klar - die Knappik ist neurotisch - hier fungierten unter anderem die Medien als Mobbingtäter. Sarah Knappik war das bewusst, weswegen sie unbedingt im TV-Knast die reife, erwachsene und gechillte Sarah zeigen wollte, zu der sie im Laufe der Jahre auch geworden war. Doch Endemol und ihre Mitbewohner machten ihr einen Strich durch die Rechnung. Normalerweise wehrt man sich, wenn man gedisst wird. Das schützt die Selbstachtung. Wenn man jedoch als „Zicke“ verschrieen ist und diejenigen, die das verbreiten, Lügen strafen will, unterdrückt man seinen Ärger und ist lieb zu den Hatern. Aggressionshemmung baut jedoch viel Stress auf und der entlädt sich bei Sarah Knappik in Heulkrämpfen, die von Sat 1 auch in epischer Breite gezeigt wurden. Ihre Mitbewohner bildeten eine Generalisierung und unterstellten ihr, dass auch ihre psychischen Zusammenbrüche geschauspielert seien - dabei war sie in diesen Situationen zu 100% authentisch. Genau damit taten sie ihr aber Unrecht und sie geriet unter Rechtfertigungsdruck, die anderen waren jedoch so genervt, dass sie ihr nicht mehr zuhören konnten und sie bemerkten, dass sie im Haus einen großen Raum einnimmt und Energie saugt. So kam es dazu, dass sie sich von allen gemobbt und im Stich gelassen fühlte, obwohl sie doch so nett war, aber das nicht belohnt wurde. Das war die eigentliche Tragik an der Sache.

Zunächst konnte ich Sarah Knappik voll verstehen. Sie kam psychisch angeschlagen ins PBB-Haus, da sie drei Tage vor ihrem Einzug erfuhr, dass ihre Mutter erneut an Krebs erkrankt ist. Wenn meiner Mutter das passiert wäre, hätte ich auch sehr gelitten. Da habe ich schon gedacht, dass das Leben ungerecht ist - sie muss mal wieder einmal um das Leben ihrer Mutter bangen und zusätzlich halten die „lieben“ Mitbewohner ihr Weinen für gespielt. Benutzen sie jedoch als Krankenschwester und als Klofrau, aber verweigern ihr jeglichen Respekt. Sarah, die zwar blond ist, aber nicht blöd, bemerkt das sicher. Da dachte ich schon, dass im Haus Narzissten und Selbstdarsteller ohne Empathie hausen, die das Spiel gewinnen wollen und genau das Sarah Knappik unterstellen, was sie selbst tun - Selbstinszenierung. Das liegt in der Natur der Sache, dass in einem solchen Format wie Promi Big Brother Selbstdarsteller eingeladen werden. Die müssen sich inszenieren. Schließlich bekommen sie dafür ihre Gage. Wer sich nett und teamfähig verhält und nicht bekannt ist, bekommt keine Sendezeit und findet faktisch nicht statt. Das konnte man gut am Beispiel Maria Hering sehen. Vielleicht wäre Sarah Knappik nicht gemobbt worden, wenn sie gekocht, geputzt, alle bemuttert und sich sonst still in die Ecke gesetzt und geschwiegen hätte. Dann hätte sie nicht stattgefunden und man hätte sie nominieren können, weil der Eindruck entsteht, dass sie sich im Haus nicht so wohl fühlt und Heimweh hat. Da sie keine Sendezeit bekommen hätte, hätte sie nicht genügend Anrufe bekommen und hätte dann als erste das Haus verlassen müssen. Den Gefallen tat Sarah Knappik aber ihren Mitbewohnern nicht und das ärgerte diese sehr, da alle das Spiel nicht verlieren wollten.

Wie „real“ ist Sarah Knappik - einige Ungereimtheiten

Ab Montag hat sich mein Eindruck etwas gewandelt. Plötzlich fährt Sarah Knappik nach Las Vegas in den Urlaub. Die BILD-Redakteure fanden auf der Facebookseite des Auswanderers Chris Töpperwien ein Foto, wie er mit Sarah in seinem umgebauten protzigen Knight Rider durch die Gegend düst und dieser scheint es blendend zu gehen. Allerdings wurde das Foto schon wieder gelöscht. Das ist schon merkwürdig für eine Person, die bis vor wenigen Tagen noch Suizid begehen wollte. Zudem macht sie ziemlich gefühlskalt via Facebook Schluss mit ihrem Lebensgefährten. Im PBB-Haus hat sich das noch ganz anders angehört. Da zeigte sie sich am 5. Tag als die Todunglückliche, die „das Projekt verlassen“ wolle und „das Gefühl“ habe, „ihre Existenz, ihre Familie und ihren Partner verloren“ zu haben. Außerdem äußerte sie auch Suizidgedanken und da vermisste ich das Verantwortungsgefühl von Sat 1. Normalerweise hätte Sarah Knappik zu ihrem eigenen Schutz das Haus verlassen und in eine psychosomatische Klinik gebracht werden müssen. Ich fragte mich auch, wie weit es noch eskalieren soll. Sollte sich Sarah Knappik, wenn sie wieder in den Reichenbereich kommt, etwa die Pulsadern aufschneiden? Das wäre ein Tabubruch und man könnte sich dann fragen, wie tief diese Gesellschaft gesunken ist, dass Produzenten von Trash-Formaten so weit gehen mit der „Selbsterfahrung“ der Protagonisten. Andererseits hat Sarah Knappik sich im Alles sehr schnell erholt und der Flirt mit Mister Germany hob ihre Laune deutlich. Falls Ingo Nommsen Promi Big Brother gesehen haben sollte - er wird sich ja sicher dafür interessiert haben, wie es seiner Lebensgefährtin geht - wird er sich sicher Sorgen um seine Sarah gemacht haben, aber auch irritiert darüber gewesen sein, wie wenig sie ihm vertraut und ihm quasi unterstellt, dass er sie verlassen würde, nur, weil sie vielleicht von den Medien einen Shit-Storm zu erwarten hat und auch wegen der Zusammenschnitte nicht so gut bei den Zuschauern ankommen könnte. Vermutlich müsse aus seiner Sicht eine Partnerschaft so etwas aushalten. Außerdem sieht er, wie Sarah mit Dominik flirtet. Zudem unterstellte sie ihm am 28.08.2017, dass er sie im Stich gelassen habe und sie sich deswegen habe von ihm trennen müssen. Könnte es nicht sein, dass er aufgrund der Aussagen einer Mitbewohnerin im Big Brother Haus befürchten musste, dass seine Partnerin mit Dominik Sex auf der Toilette hatte? Verständlicherweise muss der Partner mit einer solchen Situation erstmal klarkommen, braucht Abstand und war wahrscheinlich deswegen noch nicht in der Lage, Sarah auf der Finalshow zu unterstützen. Eventuell könnte er auch nicht damit einverstanden gewesen sein, dass Sarah bei Promi Big Brother mitmacht, denn als Medienprofi wird ihm klar gewesen sein, welche Rolle seiner Partnerin zugedacht wird - Sarah Dingens, die Nervnatter etc. - wie man es aus dem Dschungel-Camp schon kennt.

Auf Facebook schreibt sie am 28.08.2017: „Ab heute bin ich Single. Ich habe mit Ingo Schluss gemacht. Ich brauche einen Partner nicht nur, wenn die Sonne scheint, sondern auch wenn es regnet. Lieben Gruß aus Las Vegas eure Sarah“. Das zeigt, dass sie Ingos Wunsch, den Beziehungsstatus privat zu halten, nicht respektiert. Zudem ist es nicht sicher, ob Ingo sie wirklich verlassen hätte. Vermutlich hatte sie Angst davor und wollte nicht diejenige sein, die verlassen wird. In ihrem Post zeigt sich auch eine große Egozentrik „Ich brauche ...“. Könnte sie vielleicht mal daran denken, dass auch ihr Partner sie gebraucht hat? Ist für sie ein Partner dazu da, um ihr die Sterne vom Himmel zu holen wie der Märchenprinz und alle Schwierigkeiten des Lebens von ihr fern zu halten? Diese Fragen sind schon berechtigt. Nun ist ihre Mutter Silvia ein Vorbild für sie, was ja auch richtig ist, denn diese Frau kämpft und jammert nicht. Botschaft an Sarah: Bitte nachmachen und die Opferrolle verlassen.

Es gibt weitere Ungereimtheiten: Im PBB-Haus schien Sarah Knappik noch vor Sorge um ihre Mutter zu vergehen und jetzt vergnügt sie sich mit einem Freund in Kalifornien, wie man Medienberichten vom Montag, den 28.08.2017 entnehmen konnte. Wenn ich bei Promi Big Brother mitgemacht hätte und meine Mutter ist krebskrank, dann hätte ich sie mit in den Urlaub genommen und wenn sie dazu noch zu schwach gewesen wäre, wäre ich zu ihr gefahren und hätte sie gepflegt. Mit einer solchen Diagnose ist man psychisch stark belastet und wünscht sich, dass liebe Menschen um einen herum sind. Ich hätte nicht in epischer Breite erzählt, wie fürchterlich ich unter Mobbing gelitten habe und wie schrecklich hart es „in dieser Branche“ sei, sondern mich um die Menschen gekümmert, die mich brauchen. Das ist wichtiger als sich von den Mobbingtätern herunterziehen zu lassen. Meinen Beziehungsstatus hätte ich privat gehalten. So hat Sarah Knappik einige Fehler gemacht. Ihr Verhalten wirkt widersprüchlich und es kommt dazu, dass man ihr grundsätzlich nicht mehr glaubt, auch, wenn sie mal die Wahrheit sagt.





Liebe Sarah Knappik,

Zurück zu „Selbstbewusstsein - das richtige Maß finden“

     

top   



Ute Albrecht
Bewerbungsberaterin


Baderstraße 4
38723 Seesen
(0 53 81) 49 18 07
(01 60) 6 35 94 03
ute.albrecht@bewerbungsberatung-albrecht.de