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Leidenschaft im Job - förderlich oder schädlich?

Die dpa bringt nicht nur Nachrichten, sondern auch Ratgeberartikel zum Thema Job und Karriere wie z. B. den, der am 15.05.2017 auf T-Online.de erschienen ist. „Frust statt Lust“ heißt es da und fast schon drohend kommt die Subheadline „Wie Ihnen Leidenschaft im Job schaden kann“ herüber. So etwas kann schon verunsichern. Darf ich überhaupt noch für meinen Job brennen und richtig Spaß an ihm haben oder bin ich dann der nächste, der mit einem Burnout in der Ecke liegt? Muss ich mich vielleicht sogar schuldig fühlen, weil ich nicht achtsam genug mit mir umgehe und meine Work-Life-Balance nicht mehr stimmt? Manche Karriere-Coachs scheinen das so zu sehen. Im Interview gaben sie folgende Statements dazu ab: „Brennen, das hat etwas Unkontrollierbares“ und „Da ist auch die Gefahr groß, auszubrennen - Stichwort Burnout. [...] Wer aber vor lauter Leidenschaft für den Job zum Beispiel den Partner, Freunde oder die Familie vernachlässigt, werde das über kurz oder lang wahrscheinlich als Belastung erleben.“ Das erscheint zunächst plausibel, wenn man beim Thema Leidenschaft das Bild von einem Menschen im Kopf hat, dessen Leben zu 100% aus Karriere und zu 0% aus Freizeitgestaltung besteht. Allerdings kommen da Fragen auf. Liegt es wirklich an der Leidenschaft, wenn jemand sich zum Workaholic entwickelt oder hat das andere Ursachen? Könnte es nicht auch sein, dass der Workaholic Probleme im Privatleben hat, die er als unlösbar und überfordernd empfindet und vor denen er flieht, indem er sich exzessiv in die Arbeit stürzt?

Ich habe ein anderes Bild im Kopf, wenn ich über das Thema Leidenschaft im Job nachdenke. Mir kommt spontan Sterne-Koch Steffen Henssler in den Sinn, der in seiner Sendung „Grill den Henssler“ angeknipst in der Küche herumheizt, fluchend, wenn die Zutaten beim Impro-Gang völlig durchgeknallt sind, scherzend und gut gelaunt, wenn ihm zu den Zutaten etwas Geniales einfällt. Dennoch kommt er nicht wie ein verkrampfter Typ herüber, der nur Kochen im Sinn hat und sich sonst für nichts interessiert. Im Gegenteil - er ist ein neugieriger, lebenslustiger Mensch - übrigens auch begeisterter Papa von zwei Töchtern - „das Extremste, was ich in meinem Leben gemacht habe“, wie er im Video-Interview des Magazins STERN erzählte. Er war auch schon auf dem Kilimandscharo und hat in naher Zukunft das Ziel, einen 8000-der zu bezwingen - ein sehr ambitioniertes Ziel, wenn man bedenkt, dass man ab 6000 Meter die Höhenkrankheit bekommt. Außerdem hat er die Fähigkeit, über sich selbst zu lachen.

Was würde er wohl zu Coachs sagen, die ihm die Leidenschaft „wegcoachen“ wollen, damit er immer schön achtsam und ausbalanciert lebt? Höchstwahrscheinlich würde er sie mit mindestens 110 Dezibel anblaffen: „HABT IHR'N RAD AB?!“





Ist die Leidenschaft wirklich das Problem?

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Ute Albrecht
Bewerbungsberaterin


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