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Trotz Langzeitarbeitslosigkeit Job finden

Stigmatisiert durch Langzeitarbeitslosigkeit? So finden Sie trotzdem einen Job!

Man sollte meinen, dass Langzeitarbeitslose zu Zeiten des Fachkräftemangels in Deutschland bessere Chancen haben, einen Job zu finden als zu Zeiten der Rezession. Aktuell sind hierzulande rund 1,4 Millionen Stellen nicht besetzt, wie der Journalist Benjamin Fuchs in seinem Artikel „Dieser Mann hat Hunderte fiktiver Bewerbungen verschickt. Und eine Antwort erhalten.“ 1) schreibt. Zudem seien in Deutschland 750.000 Menschen mehr als 12 Monate arbeitslos und zählen somit zu den Langzeitarbeitslosen. Bei so vielen freien Stellen müssten doch normalerweise auch sie eine Chance bekommen.

Benjamin Fuchs interviewt dazu Ökonom Patrick Nüß, der zum Thema Stigmatisierung von Langzeitarbeitslose promoviert. Dieser sieht genau in dieser Annahme das Problem: Wer in wirtschaftlich guten Zeiten keinen Job findet, der ist eben selbst daran Schuld. Laut arbeitgeberseitiger Vorurteile seien Langzeitarbeitslose nicht mehr in der Lage, sich selbst zu organisieren, demotiviert und verzagt, depressiv, unproduktiv, nicht teamfähig, hätten das Arbeiten verlernt oder eine krasse Psycho-Macke entwickelt, die es verbietet, ihnen eine Chance am Arbeitsmarkt zu geben. Deswegen werden Langzeitarbeitslose am Arbeitsmarkt stark benachteiligt - gerade dann, wenn Unternehmen händeringend Mitarbeiterinnen suchen.

Um unbewusste Vorurteile gegen Langzeitarbeitslose von Seiten der Arbeitgeber aufzudecken, hat sich Patrick Nüß gegen eine Befragung von Unternehmen, jedoch für ein Experiment entschieden. Er hat 1.000 fiktive Bewerbungen an Unternehmen gesandt. Die fiktiven Bewerberinnen hatten eine vergleichbare Qualfikation und unterschieden sich nur in der Dauer der Arbeitslosigkeit. Bei der Auswertung hat er herausgefunden, „dass Bewerber und Bewerberinnen, die mindestens 10 Monate arbeitslos waren, deutlich weniger Einladungen zu Vorstellungsgesprächen bekamen. Je nach Szenario ging die Wahrscheinlichkeit, zu einem Vorstellungsgespräch eingeladen zu werden, um 30 - 50% zurück.“

Chancenlosigkeit empirisch bewiesen, wozu noch bewerben, oder?

„Na bravo“, werden Sie als Betroffener vielleicht denken, „dann lohnt sich sich ja gar nicht, sich zusammenzureißen, z. B. auf indeed Jobs zu suchen, Bewerbungen zu schreiben, sich zu stylen, zum Fotoshooting zu gehen und seine Bewerbungen mit den schönsten Fotos zu bestücken, auf denen man so aussieht, dass auch der Misstrauischste von einem einen Gebrauchtwagen kaufen würde. Man wird ja eh aussortiert, weil man seit April 2018 keinen Job mehr hat!“

Kann es aufgrund solcher Forschungsergebnisse die Lösung sein, den Kopf in den Sand zu stecken und sich aufzugeben? Zudem ist Stigmatisierung äußerst ungerecht und Ungerechtigkeit werden Sie sicher nicht dulden wollen. Sie werden wütend. Nutzen Sie diese Wut positiv und lassen sich nicht von Leuten beirren, die Gelassenheit für das absolute Nonplusultra halten. Wut gibt nämlich Energie, die Dinge ändern zu wollen und es „denen da oben“ zu zeigen, dass man trotz Langzeitarbeitslosigkeit einen vernünftigen Job verdient hat, weil man gut qualifiziert ist. Dann hinterfragt man nämlich negative Glaubenssätze, die anscheinend empirisch bewiesen sind.

1) Den Artikel finden Sie auf Perspective Daily. Er ist am 07.07.2019 veröffentlicht worden.



Was ist denn mit den Leuten, die es trotz Stigmatisierung geschafft haben?

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Ute Albrecht
Bewerbungsberaterin


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